Export, Masterliste, Prüfung und Import per CSV, ohne App und ohne Code. Stand: 3. November 2026
Du willst die Produktdaten in deinem Shopify-Shop mit KI füllen, und zwar für hunderte oder tausende Produkte auf einmal. Das haben wir bei einem Weinshop mit rund 5.000 Produkten gemacht. Bei knapp der Hälfte der Weine fehlten Angaben wie Rebsorte, Region, Alkohol und Jahrgang. Ein Assistent hat dann in etwa 1 Jahr rund 2.500 davon Wein für Wein von Hand recherchiert.
Die andere Hälfte haben wir mit KI geschafft. Die Recherche selbst war nach wenigen Stunden weitgehend durch, mit Prüfen und Aufräumen hat es wenige Wochen gedauert. Entscheidend war dabei aber gar nicht die KI, sondern eine Masterliste, gegen die jeder einzelne Wert geprüft wurde.
In diesem Beitrag zeige ich dir den ganzen Weg ohne eine Zeile Code. Du exportierst die Produkte aus Shopify, füllst die Metafelder mit Claude, prüfst jeden Wert und spielst alles zurück in den Shop. Danach geht es um die Produkttexte, die aus diesen Daten entstehen, und darum, was sich bei Google getan hat. Die Beispiele kommen aus einem Demo-Teeshop mit 61 Produkten, den ich dafür angelegt habe.
Die 3 Prompts und die Prüfliste bekommst du übrigens kostenlos als Google Doc, in meiner Masterliste für KI-Produktdaten. Alle Schritte am Bildschirm zeige ich dir außerdem im Video.
Inhalt
Die kurze Antwort
Shopify Metafelder für viele Produkte füllst du mit KI am sichersten über den eingebauten CSV-Export und -Import von Shopify. Du exportierst die Produkte, lässt die KI die Metafelder in einer Arbeitskopie füllen und prüfst jeden Wert gegen eine Masterliste, bevor die Datei zurück in den Shop geht. Eine App brauchst du dafür nicht.
| Schritt | Was du tust |
|---|---|
| 1. Exportieren | alle Produkte als CSV, die Datei unverändert als Sicherung ablegen |
| 2. Zuschneiden | eine Arbeitskopie nur mit den Spalten, die sich ändern sollen |
| 3. Füllen | Claude füllt die Metafelder, nur mit Werten aus der Masterliste |
| 4. Prüfen | ein zweiter Prompt prüft jeden Wert und listet alles Auffällige |
| 5. Klären | Markiertes von Hand klären, dazu eine Stichprobe |
| 6. Texte | SEO-Titel, Meta-Beschreibung und Beschreibung aus den geprüften Daten |
| 7. Importieren | erst 2 Produkte, dann alle, danach im Shop kontrollieren |
Warum braucht die KI eine Masterliste?
Ohne feste Schreibweisen schreibt die KI denselben Wert auf verschiedene Arten, und Shopify behandelt jede Schreibweise als eigenen Wert. Im Weinshop hatten wir 12 Metafelder je Wein angelegt, etwa für Weintyp, Rebsorte, Region, Land, Alkohol, Jahrgang, Süße und Speiseempfehlung. Nach der ersten KI-Runde ohne Masterliste waren 872 Produkte auffällig, also rund 17 %.
Ein typisches Beispiel waren Rose Wine und Rosé Wine als 2 verschiedene Weintypen. Viele solcher Abweichungen standen übrigens schon vorher im Shop, weil beim Anlegen der Produkte halt niemand so genau auf die Schreibweise geachtet hat. Filtert eine Kollektion auf den einen Wert, fällt der andere raus, und die Produkte fehlen in der Kategorie.
Shopify kann für ein Metafeld zwar eine Auswahlliste hinterlegen, aber höchstens 128 Werte je Feld. Der Weinshop hat 180 Rebsorten und 244 Regionen, das passt also so oder so nicht in ein einziges Feld.
Die Lösung war eine Masterliste, also eine Tabelle mit der einen richtigen Schreibweise für jeden Wert. Die KI durfte nur Werte aus dieser Liste setzen, alles andere hat sie markiert. In der zweiten Runde waren damit 96,4 % der Produkte vollständig, und nur noch 36 von 5.361 waren auffällig. An die Liste halten sich seitdem alle, die Produkte anlegen, egal ob neuer Mitarbeiter, Chef oder KI.
Was sind Metafelder in Shopify?
Metafelder sind eigene Datenfelder am Produkt, die du in Shopify selbst anlegst, zum Beispiel Herkunftsland, Material oder Ziehtemperatur. In der englischen Oberfläche heißen sie Metafields. Du findest sie unter Einstellungen > Metafelder und Metaobjekte > Produkte.
Mit Metafeldern können Kunden im Shop nach diesen Werten filtern, und Kollektionen können sich über die Werte von selbst füllen. Auf der Produktseite stehen die Angaben dann strukturiert statt irgendwo im Fließtext. Wie Kollektionen mit Bedingungen funktionieren, zeige ich in meiner Anleitung Shopify Kategorien und Unterkategorien anlegen.
Wie legst du Metafelder und eine Masterliste an?
Ein Metafeld legst du unter Einstellungen > Metafelder und Metaobjekte > Produkte > Definition hinzufügen an, mit Name, Typ und auf Wunsch einer Prüfregel. Im Demo-Teeshop sind es 6 Felder: Herkunftsland, Anbaugebiet, Geschmack, Ziehtemperatur, Ziehzeit und Koffein.

Wo es geht, lässt du Shopify selbst prüfen. Herkunftsland und Koffein haben eine Auswahlliste, dort nimmt Shopify nur die hinterlegten Werte an. Die Ziehtemperatur ist eine ganze Zahl und darf nur zwischen 50 und 100 Grad liegen. In der Definition stellst du außerdem ein, ob das Feld als Bedingung in Kollektionen dienen soll.
Für alles, was nicht in eine Auswahlliste passt, kommt die Masterliste dazu. Das ist quasi eine ganz normale Tabelle in Google Sheets oder Excel. Im Teeshop stehen dort zum Beispiel je Land die erlaubten Anbaugebiete und die Geschmacksbegriffe:
| Feld | Erlaubter Wert und Regel |
|---|---|
| Herkunftsland | Japan, Schreibweise exakt so |
| Anbaugebiet | Shizuoka, nur bei Herkunftsland Japan |
| Geschmack | grasig, höchstens 3 Begriffe je Produkt |
| Ziehtemperatur | 60 bis 85 Grad bei Grüntee, außerhalb ist es ein Fehler |
Wie du die Liste anordnest, ist eigentlich egal, also ob die Länder untereinander stehen oder je Land die Anbaugebiete darunter. Wichtig ist, dass nur Felder drinstehen, die jemand braucht: wonach Kunden filtern, was sie für den Kauf wissen müssen und worauf deine Kollektionen aufbauen. Hast du für ein Feld weniger als 128 Werte, hinterlegst du sie besser gleich als Auswahlliste in Shopify, das macht dir und deinem Team die Arbeit deutlich leichter.
Und noch ein Punkt, der mir in vielen Shops auffällt: Alles, was kaufrelevant ist, gehört auf die Produktseite. Ich musste mich schon oft über 4 oder 5 Seiten klicken, bis ich alle Angaben zu einem Produkt zusammenhatte. Ausführliches wie eine lange Pflegeanleitung kannst du gern auf einer eigenen Seite verlinken, eine kurze Fassung steht aber beim Produkt.
Wie bekommst du die Produkte aus Shopify heraus?
Du exportierst die Produkte unter Produkte > Exportieren, wählst Alle Produkte und das Format CSV für Excel, Numbers oder andere Tabellenprogramme. Shopify schickt dir den Download dann per Mail. Jedes Metafeld, das du angelegt hast, steht in der Datei als eigene Spalte, mit dem Namen und dahinter in Klammern zum Beispiel product.metafields.custom.geschmack.
Diese Datei hebst du einmal unverändert auf, als Sicherung. Einen Import kann man nämlich weder abbrechen noch rückgängig machen. Gearbeitet wird in einer Kopie, und zwar nur mit den Spalten, die du wirklich brauchst:
- Title und URL handle, über den Handle findet Shopify beim Import das Produkt
- Option1 name und Option1 value, wenn deine Produkte Varianten haben
- Description, als Quelle für die KI
- die Metafeld-Spalten, die gefüllt werden sollen
- SEO Title und SEO Description
Zugeschnitten wird, weil beim Import mit Überschreiben eine leere Zelle den Wert im Shop löscht, eine fehlende Spalte dagegen bleibt, wie sie ist. Im Demo-Shop habe ich das getestet: Preise, Varianten, SKUs, Hersteller und Beschreibung blieben unverändert, weil ihre Spalten in der Datei fehlten. Lass vor allem die Bestandsspalten nie in der Importdatei, denn bei einem Shop mit nur einem Standort überschreibt Shopify sonst deinen Bestand.
Listenfelder wie Geschmack brauchen noch eine Besonderheit. Jeder Wert kommt in eine eigene Zeile innerhalb der Zelle, also untereinander, und so exportiert Shopify eigene Textlisten auch. Im Export des Weinshops standen zum Beispiel 2.605 Zellen mit Speiseempfehlungen untereinander, kein einziger Wert war dort mit Semikolon getrennt.
Ein Semikolon mit Leerzeichen nutzt Shopify nur bei seinen Standard-Metafeldern aus der Produktkategorie, im Weinshop etwa red; white beim Weintyp. Im Test im Demo-Shop wurde grasig;frisch in einem eigenen Listenfeld zu einem einzigen Wert, mit einer Zeile je Wert kamen beide sauber an.
Falls du dich fragst, warum das nicht gleich Shopifys eigene KI erledigt: Shopify Magic schreibt Produkt für Produkt, und der Sidekick schafft höchstens 50 Änderungen auf einmal. Für hunderte Produkte ist die Datei da halt einfach schneller.
Wie füllt Claude die Metafelder?
Claude bekommt die Arbeitskopie, die Masterliste als CSV und einen Prompt mit festen Regeln und gibt die Datei mit denselben Spalten und Zeilen gefüllt zurück. Ich nehme dafür Claude. Mit ChatGPT oder einer anderen KI, die Dateien mit Code bearbeiten kann, funktioniert der Weg genauso.
Die Regeln im Prompt sind der eigentliche Kern:
- Mit Code bearbeiten, nicht abschreiben. Claude ändert nur die Metafeld-Spalten, jede andere Zelle bleibt Zeichen für Zeichen gleich, auch leere Zellen und die Zeilen der Varianten.
- Fakten nur aus festen Quellen, also aus Titel, Beschreibung, Tags und Hersteller, dazu was die KI über das Produkt sicher weiß. Erfinden ist verboten.
- Nur Werte aus der Masterliste, exakt in deren Schreibweise.
- Unsicheres markieren. Passt kein Wert oder ist Claude unsicher, steht [CHECK] und ein Vorschlag in der Zelle.
- Widersprüche nicht glätten. Sagen Beschreibung und Tag etwas anderes, kommen beide Werte mit [CHECK] in die Zelle.
- Formate einhalten, also Listenwerte je in einer eigenen Zeile, Zahlen ohne Einheit und mit Punkt als Dezimaltrennzeichen.
- Dieselbe Datei zurück, als CSV in UTF-8, mit einer Liste aller Zellen mit [CHECK] darunter.
Weitere Quellen kannst du jederzeit dazugeben. Hast du deinen Drive angeschlossen, liegen dort vielleicht Produktprospekte, und über die Sprachfunktion sprichst du einfach dein Fachwissen ein. Umgekehrt kannst du Quellen ausschließen, zum Beispiel deinen eigenen Shop.
Im Demo-Shop hat Claude die 6 Felder für alle 43 Tees gefüllt und 27 Zellen mit [CHECK] markiert. Alle 3 Fehler, die ich vorher absichtlich eingebaut hatte, waren darunter.
Im Weinshop hat die KI zusätzlich online recherchiert, was zu jedem Wein bekannt ist. Nach wenigen Stunden waren die rund 2.500 Weine weitgehend erfasst. Nicht jeder Wein hat dabei alle Felder bekommen, weil eben nicht alle Angaben öffentlich zugänglich sind.
Wie prüfst du jeden Wert?
Jeden Wert prüfst du mit einem zweiten Prompt in einem neuen Chat, der die gefüllte Datei gegen die Masterliste und den Original-Export hält und nur auflistet, ohne etwas zu ändern. Heraus kommt eine Tabelle mit Handle, Spalte, Wert und dem Grund für jede Auffälligkeit.
Geprüft wird dabei:
- jeder Wert, der nicht exakt so in der Masterliste steht, inklusive Groß- und Kleinschreibung, Akzenten und Leerzeichen
- jede Regel der Masterliste, also Spannen und Abhängigkeiten; ein Grüntee mit 100 Grad fällt so sofort auf
- Widersprüche zu Titel, Beschreibung oder Tags des Produkts
- jede Zelle außerhalb der Zielspalten, die sich gegenüber dem Original verändert hat
- leere Zielzellen und übrig gebliebene [CHECK]
- Zeilenumbrüche außerhalb der Listenfelder, Steuerzeichen und typografische Anführungszeichen
Im Demo-Shop hat die Prüfung alle 3 eingebauten Fehler gefunden, und Fehler dieser Art sehe ich in echten Shops ständig. Beim Bancha sagt der Tag Japan, die Beschreibung aber angebaut in der Provinz Yunnan, also China. Der Gunpowder ist ein Grüntee, soll laut Beschreibung aber mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen werden. Und der Matcha Culinary trägt den Tag koffeinfrei, obwohl Matcha laut Masterliste viel Koffein hat.

Alles, was markiert ist, klärst du dann von Hand oder gibst es mit mehr Informationen noch einmal an die KI. Dazu kommt eine Stichprobe. Im Weinshop hat der Kunde, der sich mit Wein hervorragend auskennt, 100 bis 200 Produkte gegen die Quellen geprüft, und erst danach haben wir entschieden, die Daten zu nutzen. Als Untergrenze würde ich 20 Produkte nehmen.
Blind vertrauen solltest du der KI dabei nie. Sie kann halluzinieren und Recherchen abkürzen, und auch ihre Quellen können falsch sein, wenn in einem anderen Shop oder Blog etwas Falsches steht. Recherchierte Daten nicht gegenzuprüfen, ist aus meiner Sicht einer der teuersten Fehler bei diesem ganzen Thema.
Manchmal stimmen auch schon die eigenen Daten nicht. In einem Fachshop, den ich betreue, standen auf derselben Produktseite 1,0 und 0,6 bar Gegendruck. Solche strittigen Werte kommen in keinen Text, bis sie geklärt sind.
Wie werden aus den Daten Produkttexte?
Aus den geprüften Daten schreibt ein dritter Prompt SEO-Titel, Meta-Beschreibung und Produktbeschreibung, und zwar erst, wenn die Daten stimmen. Sind die Daten schlecht, werden es die Texte auch. Das klingt offensichtlich, aber nach allem, was ich in Shops sehe, ist es das leider nicht.
Mit sauberen Daten geht ein Teil sogar ganz ohne KI. Im Weinshop haben wir SEO-Titel und Meta-Beschreibungen mit einer Formel in der Tabelle aus den Metafeldern zusammengesetzt, plus ein bisschen Standardtext.
Für die Produktbeschreibung mit KI braucht es ein Briefing, sonst wird der Text beliebig:
- Ziel: Soll der Text bei Google gefunden werden, verkaufen oder beides?
- Leser: Wer kauft, und was weiß er schon?
- Inhalt: Welche Angaben müssen rein?
- Unterschied: Was unterscheidet das Produkt vom günstigeren oder ähnlichen daneben? Vergleiche dabei sachlich, sonst wird es wettbewerbsrechtlich schnell heikel.
- Ton: Du oder Sie, am besten mit einem Beispieltext aus deinem Shop.
Ohne diese Angaben schreibt die KI nur, was über ein Produkt stimmt, und nicht, was überzeugt. Die Ursache liegt dann im Briefing oder in fehlenden Daten. Am meisten bringt dein eigenes Fachwissen, das noch in keinem Dokument steht. Sprich es einfach ein, das kennt sonst keine KI.
Im Prompt stehen außerdem feste Regeln. Der SEO-Titel hat höchstens 70 Zeichen, mit dem wichtigsten Suchbegriff vorn und ohne Shopnamen, die Meta-Beschreibung 120 bis 155 Zeichen. Die Beschreibung kommt als sauberes HTML, nur mit Absätzen, Listen und Fettung, ohne Links, Quellenangaben und Inline-Styles. Und es kommt eben keine Zahl und keine Eigenschaft hinein, die nicht in den Daten steht.
Warum die Beschreibung als HTML kommen sollte
Lass dir die Beschreibung immer als HTML ausgeben und kopiere den Text nie einfach aus dem Chatfenster. In einem Shop aus meiner Betreuung haben wir 11 Produkttexte gefunden, die auf fremde Shops verlinkten, darunter Wettbewerber, mit chatgpt.com im Link. Offenbar hatte jemand die Texte in ChatGPT erstellt und direkt aus dem Chat in die Shopify-Produktbeschreibung kopiert.
Arbeitest du lieber ohne HTML, ist das auch okay. Füge den Text dann vorher in einen einfachen Texteditor wie Notepad ein, nicht in Word, denn Word bringt eigene Formatierungen und Code mit.
Noch eine Falle in Shopify: Kopierst du den Text eines Produkts in ein anderes und passt ihn an, steckt der alte Text oft noch versteckt im HTML. Füge Texte deshalb im Code-Modus des Editors ein oder geh vorher über den Texteditor.
Wie kommt alles zurück in den Shop?
Zurück in den Shop kommt die Datei unter Produkte > Importieren, mit dem Haken bei Produkte mit passenden Handles überschreiben. Teste dabei erst 1 oder 2 Produkte, schau sie dir im Shop an und lade erst danach die ganze Datei hoch.
Verlass dich dabei nicht auf die Vorschau im Importdialog. Sie zeigt nur einige Felder, die Metafelder gar nicht, und im Test standen dort sogar Standardwerte statt der echten. Ist der Import gestartet, läuft er durch, bis er fertig ist, auch wenn du das Fenster schließt.
Das Ergebnis schickt Shopify per Mail, mit jedem Fehler und seiner Zeilennummer. Im Demo-Shop kamen 44 von 61 Produkten an. 17 hat Shopify abgewiesen, weil noch [CHECK]-Marken in der Datei standen oder Werte, die nicht in der Auswahlliste stehen. Die fehlenden Werte trägst du dann in Shopifys Auswahlliste oder in der Masterliste nach, oder du gibst die Fehlerliste an die KI, natürlich mit deiner Anleitung.

Ganz verlassen würde ich mich aber auch auf die Mail nicht. Ich hatte schon Fälle, in denen ein Import angeblich durchgelaufen war und im Shop trotzdem nichts ankam.
Im Weinshop gab es beim Import von 4.893 Produkten 310 Zeilen mit Regionen, die noch nicht in Shopifys Auswahlliste standen. Später hat ein einziger Zeilenumbruch vor Australia eine ganze Zeile gesprengt. Manchmal sind es eben im wahrsten Sinne unsichtbare Dinge, die einen Import stören.
Nach dem Import kontrollierst du in 3 Schritten:
- Ein paar Produkte im Shop ansehen: Stehen die Werte da, und ist der Text sauber formatiert?
- Neu exportieren und die Datei von Claude gegen deine Arbeitsdatei vergleichen lassen.
- Die Kollektionen mit Metafeld-Bedingungen ansehen: Stimmen die Produktzahlen?
Daraus wird am besten eine feste Routine, einmal im Monat oder im Quartal, je nachdem, wie viel sich in deinem Sortiment bewegt. Auch mit Masterliste schleichen sich wieder Fehler ein, und dann fehlen Produkte in Kollektionen oder landen in falschen. Bei 15 oder 20 Produkten geht das alles noch von Hand, darüber gehört es in eine Datei.
Was hat das im Weinshop gebracht?
Im Weinshop füllen sich die Kollektionen seit Mai über die Metafelder selbst, und bei Google werden die nachgefüllten Weine häufiger angezeigt. Die Kollektion für Cabernet Sauvignon ist zum Beispiel von 229 auf 434 Produkte gewachsen. 205 Weine haben dort vorher gefehlt, weil ihre Angaben nicht sauber gepflegt waren.
Bei Google wurden die Weine ab der Woche nach dem Import rund 16 % häufiger angezeigt als gleich alte Weine ohne neue Daten. Im selben Import bekamen sie allerdings auch neue SEO-Titel und Meta-Beschreibungen, die wir aus den Metafeldern gebaut haben, deshalb lässt sich nicht trennen, was davon wie viel bewirkt hat. In der zweiten Septemberhälfte standen außerdem 209 Suchanfragen auf Seite 1 statt 153 im selben Zeitraum des Vorjahres.
Ob sich bei dir etwas tut, siehst du in der Search Console. Wie du sie einrichtest, steht in meiner Anleitung Search Console für Shopify einrichten.
Wer tiefer einsteigt, kann den ganzen Weg auch weitgehend automatisieren. Bei 5.000 Produkten läuft das bei mir inzwischen vollautomatisch, damit niemand tage- oder wochenlang Produkt für Produkt von Hand durchgehen muss. Produktdaten, Titel und Texte gehören deshalb fest zu meiner laufenden Betreuung im Bereich SEO für Onlineshops.
Für wen passt der Weg nicht?
Am besten passt der Weg zu Shops mit vielen Produkten, zu denen es online schon Informationen gibt oder zu denen du selbst viel liefern kannst. Bei einem Startup mit einem komplett neuen Produkt findet die KI online quasi nichts. Dann schreibst du die Daten lieber selbst, oder du gibst Claude so viel Material wie möglich und lässt es nachfragen, bis alles da ist.
Wer nur eine Handvoll Produkte hat und sicher schreibt, ist von Hand manchmal genauso schnell, wobei selbst 5 Texte mit KI meist eher fertig sind. Und wer noch nie mit Prompts gearbeitet hat, sollte sich vorher ein bisschen einarbeiten. Die Prompts aus der Masterliste nehmen dir dabei viel ab, die Stichprobe am Ende aber nicht.
Häufige Fragen
Wie müssen die Spaltenköpfe für Metafelder heißen? So, wie der Export sie schreibt: der Name des Felds und dahinter in Klammern product.metafields.namespace.key, im Demo-Shop etwa Geschmack (product.metafields.custom.geschmack). Am einfachsten exportierst du einmal und übernimmst die Köpfe.
Warum fehlt mein Metafeld im Export? Im Export stehen nur Metafelder, für die eine Definition angelegt ist. Leg das Feld also erst unter Metafelder und Metaobjekte an.
Geht ein Import nur mit Titel und Metafeldern? Ja, mit dem Haken zum Überschreiben. Der URL handle muss drinstehen, damit Shopify das Produkt findet, und bei Produkten mit Varianten auch Option1 name und Option1 value. So sind im Test im Demo-Shop alle Varianten unverändert geblieben.
Was heißt die Meldung Value existiert nicht beim Import? Der Wert steht nicht in der Auswahlliste des Metafelds oder passt nicht zu dessen Typ. Prüf die Schreibweise gegen die Liste oder trag den neuen Wert erst dort ein.
Brauche ich dafür eine App? Nein. Export und Import sind in Shopify eingebaut, und für die KI reicht ein Chat, der Dateien bearbeiten kann.
Kurz zusammengefasst
Metafelder für hunderte oder tausende Produkte füllst du mit KI über den CSV-Export von Shopify. Entscheidend ist die Masterliste mit der einen richtigen Schreibweise je Wert, gegen die ein zweiter Prompt jeden Wert prüft, bevor etwas zurück in den Shop geht. Danach entstehen die Texte aus den geprüften Daten, und vor dem großen Import kommt ein Test mit 2 Produkten.
Du willst das in deinem Shop nachbauen? In der Masterliste stehen die 3 Prompts im Wortlaut, die Prüfliste vor dem Import und die Routine für danach, als Google Doc zum Kopieren. Du bekommst sie kostenlos, wenn du dich für meinen Newsletter einträgst, und jeden Freitag dazu die 3 Themen der Woche für Shopbetreiber.
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